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Umgangsformen und Zugänglichkeit im Kulturhaus Royal Baden

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Umgangsformen

Wir möchten, dass sich alle bei uns sicher und wohl fühlen können – egal, wer du bist, wie du aussiehst, wen du liebst oder woran du glaubst. Ein respektvolles Miteinander bedeutet für uns: aufmerksam sein, respektvoll miteinander umgehen und achtsam auf Grenzen achten – die eigenen und die der anderen.


Was heisst das konkret?

  • Keine Diskriminierung:
    Niemand wird bei uns wegen Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Sexualität, Religion, körperlicher Fähigkeiten, Alter oder anderer Merkmale ausgegrenzt oder herabgesetzt.

  • Konsens steht an erster Stelle:
    Zustimmung holen wir uns aktiv ein.

  • Nein heisst Nein. «Vielleicht» heisst auch Nein. Ein Ja unter Alkohol, Drogen oder Druck ist kein echtes Ja.                                    

  • Kurz gesagt: Wenn kein klares Ja ausgesprochen wird, bleibt es beim Nein.

  • Grenzen werden respektiert:
    Entscheidungen müssen nicht erklärt werden. Deine eigene Freiheit hört dort auf, wo die einer anderen Person eingeschränkt wird.


Was tun wir dafür?

  • Bei unseren Veranstaltungen kannst du dich an die Personen mit neongelben Schlüsselbändern wenden, wenn du dich unwohl fühlst, Unterstützung brauchst oder etwas beobachtest. Diese Personen übernehmen in der Regel die Abendleitung und sind Teil der Betriebsgruppe des Royals.

  • Gerne darfst du dich auch beim Barpersonal melden.

  • Unsere Ansprechpersonen hören dir zu, glauben dir und richten sich nach deinen Wünschen. Wir handeln nicht ohne dein ausdrückliches Okay und unterstützen dich, so gut wir können - ob es um ein Gespräch, Begleitung oder konkrete Hilfe geht.

  • Auf Wunsch suchen wir Rückzugsorte für Pausen und Schutz.


Regeln, die für alle gelten:

  • T-Shirts anlassen:
    Unser Haus soll für alle angenehm bleiben. Deshalb behalte deinen Oberkörper bekleidet – egal, welches Geschlecht.

  • Keine Uniformen:
    Uniformen (egal ob militärisch, polizeilich oder ähnlich) sind oftmals Symbole von Hierarchien und können Menschen an Erfahrungen von Gewalt oder Ausgrenzung erinnern.
    Deshalb sind sie bei uns nicht erlaubt – aus Respekt vor allen Gästen.


Was kannst du tun?

  • Sei aufmerksam, respektvoll und offen.

  • Frag nach, bevor du Körperkontakt aufnimmst oder intime Fragen stellst.

  • Akzeptiere ein Nein sofort – ohne Diskussion.

  • Wenn du etwas beobachtest oder selbst betroffen bist, sprich uns an – du bist nicht allein.


Grenzen sind keine Einschränkung, sondern ermöglichen Freiheit für alle Besucher*innen.

Wer gegen unsere Grundsätze verstösst oder sich übergriffig verhält, wird von der Veranstaltung verwiesen. Wir behalten uns vor, ein Hausverbot auszusprechen.


Zu unseren Barrieren:

Wir arbeiten daran, das Royal Baden für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen.
Mehr dazu findest du beim Punkt «Zugänglichkeit».


Dein Feedback zählt!

Awareness-Arbeit ist ein Prozess.
Wir freuen uns über Anregungen, Hinweise und Verbesserungsvorschläge – sprich uns einfach an oder schreib uns!

Durch deine Hilfe können wir dazulernen und das Royal sicherer gestalten.

Feedback, Hinweise und Vorschläge kannst du uns gerne unter awareness@royalbaden.ch oder im roten Briefkasten vor dem Haus zukommen lassen.


Warum gibt es dieses Konzept?

Weil wir achtsam und sensibel sein wollen und auf andere achten möchten.
Im Royal finden viele verschiedene Menschen zusammen – aber wir wissen:
Diskriminierung und Gewalt gibt es auch auf Partys und Konzerten und sie trifft Menschen unterschiedlich – je nachdem, welche Erfahrungen sie mitbringen. Menschen, die mehrfach marginalisiert sind, erleben oft verstärkte Ausschlüsse. Deshalb achten wir besonders auf die Perspektiven von FINTA*, BIPoC, queeren Menschen und Menschen mit Behinderungen.

https://www.amnesty.ch/de/ueber-amnesty/inklusive-sprache/glossar?utm_source=chatgpt.com

Darum haben wir dieses Konzept.

Wir wollen gemeinsam lernen, wie wir besser miteinander umgehen.
Es geht nicht um Kontrolle, sondern um gegenseitige Unterstützung, Sicherheit und Respekt.
Alle sollen sich bei uns willkommen und geschützt fühlen.


Was ist Diskriminierung?

Diskriminierung bedeutet, dass Menschen schlechter behandelt werden, weil sie z. B. eine andere Hautfarbe haben als die Mehrheit in der Schweiz, eine Frau sind, trans sind, eine Behinderung haben oder älter sind.

Im Royal hat Diskriminierung keinen Platz – egal ob vom Team oder von Besuchenden.
Wir wünschen uns, dass alle mithelfen, damit sich jede*r sicher fühlen kann.


Wie gehen wir mit Alkohol und Drogen um?

Viele Menschen trinken Alkohol oder nehmen Drogen, um sich in Partystimmung zu versetzen und Hemmungen abzubauen.
Dafür haben wir Verständnis. Aber:

Auch wenn du etwas genommen hast, musst du die Grenzen anderer Menschen respektieren.

Niemand will bedrängt, beleidigt oder angefasst werden – egal, ob nüchtern oder nicht.

Wenn du unsicher bist, frag deine Freund*innen oder komm zum Royal Team.
Wir helfen dir – oder anderen – wenn jemand in eine schwierige Situation gerät.


Was passiert, wenn ich mich beim Royal Team melde?

Wir sind da, wenn du Hilfe brauchst.
Zum Beispiel, wenn du dich schlecht fühlst, beleidigt oder belästigt wurdest oder einfach eine Pause brauchst.

  • Wir hören dir zu.

  • Du musst dich nicht rechtfertigen.

  • Wir machen nichts ohne dein Okay.

  • Alles bleibt vertraulich.

  • Wir lernen dabei auch selbst – durch dich.


Was passiert, wenn jemand Grenzen nicht respektiert?

Wenn jemand die Grenzen von anderen nicht respektiert, zum Beispiel mit Gewalt, Belästigung oder durch zu starken Alkohol-/Drogeneinfluss, werden wir die Person von der Veranstaltung ausschliessen.




Zugänglichkeit


Barrieren im Royal – und wie wir damit umgehen

Das Royal ist ein altes Kino mit viel Geschichte – und leider auch mit ein paar Barrieren.
Wir wissen, dass Barrierefreiheit nicht überall gegeben ist.                                                    Uns ist wichtig, ehrlich mit diesen Barrieren umzugehen und sie nicht zu verschweigen. Gleichzeitig geben wir unser Bestes, dir das Verweilen, Konzerte geniessen und Feiern bei uns gut zu ermöglichen.


Zugang & Eingang

  • Der Haupteingang hat Stufen und ist nicht barrierefrei.

  • Es gibt einen Hintereingang mit Klingel. Wir holen dich dort gerne ab.
    Über diesen Zugang kannst du grosse Teile des Royals erschliessen und das Konzert oder die Veranstaltung mitverfolgen. Der Weg führt über den Raucherraum und ist eher steil – wir können dir gerne helfen.


Unterwegs im Raum

  • Die Bar ist höher gelegen, ebenso die Stehtische.

  • Der Backstage-Bereich ist nicht barrierefrei.

  • Es gibt keine taktilen Bodenleitsysteme oder Kontraste zur Orientierung.

  • Einige Wege haben kleinere Schwellen oder sind enger – sag Bescheid, wenn du Hilfe brauchst.

  • Auf der Podesterie sind Sitzmöglichkeiten. Wir stellen dir auf Wunsch auch gerne einen Stuhl zur Verfügung, wenn du lieber woanders sitzen möchtest.

Toiletten

Es gibt zwei All-Gender-Toiletten.

  • Eine davon ist rollstuhlgängig, mit Bewegungsmelder fürs Licht und Ablagefläche.

  • Die zweite ist leider nicht barrierefrei zugänglich.


Licht & Lautstärke

  • Vor der Veranstaltung ist die Beleuchtung gedimmt, während Konzerten gibt es Lichtshows mit Stroboskop-Effekten und laute Musik.

  • Wenn du lichtempfindlich bist oder Reize vermeiden möchtest, helfen wir dir, einen ruhigeren Ort zu finden.

  • Aktuell gibt es keinen festen Ruheraum, aber wir versuchen bei Bedarf, einen Rückzugsort für dich zu schaffen.


Assistenzpersonen & -hunde

  • Assistenzpersonen und Assistenzhunde sind bei uns herzlich willkommen.

  • Wenn du mit Begleitung kommst, gib uns kurz Bescheid – wir stellen dir gerne ein Gratis-Ticket für deine Assistenzperson aus. Natürlich geht das auch spontan und vor Ort.


Was wir (noch) nicht haben – und transparent benennen möchten

Wir arbeiten daran, Barrieren zu erkennen und abzubauen. Hier einige Dinge, die aktuell noch nicht vorhanden sind:

  • keine Rollstuhlrampe zum Haupteingang

  • keine taktilen Leitsysteme oder visuelle Bodenmarkierungen

  • keine Induktionsanlage oder Tonübertragung für ruhigere Zonen

  • keine Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) oder andere Sprachen

  • keine Texte in Leichter Sprache (noch nicht – wir arbeiten daran)


Wenn du unsicher bist, wie du helfen kannst, frag lieber einmal mehr nach  – Zivilcourage fängt oft klein an.

Barrieren sind nicht immer sichtbar.
Ob körperlich, emotional oder sozial – wenn dir etwas den Zugang erschwert, dann melde dich.
Wir suchen gemeinsam nach einer Lösung. 

→ Melde dich gerne bei uns per Email auf awareness@royalbaden.ch